Asbest im Gebäudebestand

Faserförmiges Mineral, das über Jahrzehnte in hunderten Bauprodukten verarbeitet wurde.

Einbauzeitraumbis Ende Oktober 1993
RegelwerkGefahrstoffverordnung, TRGS 519, LAGA-Mitteilung 23

Wo der Stoff vorkommt

Faserzementplatten für Dach und Fassade, Bodenbeläge und deren Kleber, Fliesenkleber, Putze, Spachtelmassen, Rohrisolierungen, Brandschutzverkleidungen, Nachtspeicheröfen.

Warum er problematisch ist

Eingeatmete Fasern können Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliom auslösen. Die Erkrankung tritt oft erst Jahrzehnte später auf.

Wie der Nachweis läuft

Materialprobe durch ein akkreditiertes Labor, Auswertung per Rasterelektronenmikroskopie oder Infrarotspektroskopie.

Entsorgung

Gefährlicher Abfall. Staubdicht verpackt, gekennzeichnet und auf einer zugelassenen Deponie zu beseitigen.

Praxis-Hinweis

Seit der Novelle der Gefahrstoffverordnung gilt für Gebäude mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 ein grundsätzlicher Asbestverdacht, solange das Gegenteil nicht belegt ist.

Weitere Schadstoffe

Häufige Fragen

Wo kommt Asbest typischerweise vor?

Faserzementplatten für Dach und Fassade, Bodenbeläge und deren Kleber, Fliesenkleber, Putze, Spachtelmassen, Rohrisolierungen, Brandschutzverkleidungen, Nachtspeicheröfen.

Wie wird Asbest nachgewiesen?

Materialprobe durch ein akkreditiertes Labor, Auswertung per Rasterelektronenmikroskopie oder Infrarotspektroskopie.

Wie ist zu entsorgen?

Gefährlicher Abfall. Staubdicht verpackt, gekennzeichnet und auf einer zugelassenen Deponie zu beseitigen.