Abrissunternehmen in Bönen finden

Zusammengefasst: In Bönen richtet sich die Anzeige- oder Genehmigungspflicht nach der Landesbauordnung, die Entsorgung nach dem Abfallrecht des Bundes und der Umgang mit Schadstoffen nach der Gefahrstoffverordnung. Alle drei greifen ineinander.

Einwohner18.239
BundeslandNordrhein-Westfalen
PLZ59199
Vorwahl02383
KfzUN

Der Rückbau eines Gebäudes ist selten eine Preisfrage allein. Diese Übersicht für Bönen zeigt, welche Schritte anstehen, welche Nachweise verlangt werden und welche Positionen in Angeboten regelmäßig fehlen.

Mit etwa 18.239 Einwohnern ist Bönen eine Kleinstadt. Typisch sind freistehende Wohnhäuser und landwirtschaftliche Nebengebäude, bei denen Altholz und Faserzement die entscheidenden Kostenfaktoren sind.

Bönen ist über Postleitzahlen 59199, Vorwahl 02383, Kfz-Kennzeichen UN eindeutig zuzuordnen. Nennen Sie diese Daten bei der Angebotsanfrage mit.

Kriterien für die Auswahl

Zahlung nach Baufortschritt

Abschläge nach Fortschritt und ein Einbehalt bis zur Übergabe aller Entsorgungsnachweise sind üblich und schützen beide Seiten.

Auf Vollständigkeit der Anzeige achten

Fehlen Unterlagen, beginnt die Wartefrist nicht zu laufen. Klären Sie, wer die Abbruchanzeige einreicht und welche Nachweise beiliegen.

Schrotterlöse ansprechen

Metall hat einen Wert. Bei Hallen und Gebäuden mit viel Stahl sollte im Angebot stehen, ob Erlöse gegengerechnet werden.

Staub- und Lärmschutz abfragen

Berieselung, Planen und Reifenwaschanlage sind bei innerstädtischen Vorhaben oft Auflage. Fehlen sie im Angebot, fehlen sie später auf der Baustelle.

Ansprechpartner benennen lassen

Eine erreichbare Person für Rückfragen der Nachbarschaft verhindert, dass die erste Beschwerde direkt beim Ordnungsamt landet.

Ortsbesichtigung verlangen

Wer ohne Ortstermin einen Festpreis nennt, kalkuliert entweder mit hohem Risikoaufschlag oder plant Nachträge ein. Ein seriöses Angebot folgt auf eine Begehung.

Praxis-Tipp

Lassen Sie sich die Wiegescheine aushändigen, bevor Sie die Schlussrechnung freigeben. Als Abfallerzeuger bleiben Sie in der Verantwortung.

Welches Verfahren wann passt

Der zeitkritische Punkt liegt fast immer am Anfang: Die Netzbetreiber brauchen für die Trennung der Hausanschlüsse mehrere Wochen, und die Anzeigefrist läuft erst mit vollständigen Unterlagen. Beides sollte parallel starten.

Alle Verfahren im Überblick →

Was zurückgebaut wird

ObjektDauerKostenrahmenSchadstoffrisiko
Ladenlokal1 bis 3 Wochen40 bis 100 Euro je Quadratmetermittel
Bunkermehrere Wochen bis Monateprojektbezogene Kalkulationmittel
Brandruine1 bis 4 Wochenprojektbezogene Kalkulationsehr hoch
Einfamilienhaus3 bis 10 Arbeitstage ohne Schadstoffsanierung15.000 bis 35.000 Eurohoch bei Baujahr vor 1993
Mehrfamilienhaus2 bis 6 Wochen40.000 bis 120.000 Eurohoch bei Baujahr vor 1993

In Bönen sind die Grundstücke meist gut zugänglich, was den maschinellen Abbruch wirtschaftlich macht. Dafür kann die Entfernung zur Entsorgungsanlage spürbar durchschlagen. Wer vergleichen möchte, fragt bei mehreren Betrieben mit denselben Unterlagen an. Nur so werden Angebote überhaupt vergleichbar. Preislisten einzelner Anbieter führen wir hier nicht.

Was im Gebäude stecken kann

Nach der novellierten Gefahrstoffverordnung gilt für Gebäude mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 ein grundsätzlicher Asbestverdacht, solange das Gegenteil nicht belegt ist. Wer Arbeiten veranlasst, muss dem ausführenden Unternehmen alle vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte übermitteln. Das gilt ausdrücklich auch für private Haushalte. Eine Übersicht der relevanten Stoffe steht im Schadstoffbereich.

Der rechtliche Rahmen

Bönen gehört zu Nordrhein-Westfalen. Ob eine Beseitigung verfahrensfrei, anzeige- oder genehmigungspflichtig ist, richtet sich nach der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW). Die Regelungen zur Beseitigung stehen dort in § 62 BauO NRW. Die verbindliche Auskunft für Ihr konkretes Vorhaben erteilt die untere Bauaufsichtsbehörde.

Ein häufiges Missverständnis: Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei. Denkmalschutz und Artenschutz greifen unabhängig von der Bauordnung. Ausführlich steht das im Ratgeber zur Abbruchanzeige.

Benachbarte Gemeinden

Rund um Bönen liegen weitere Gemeinden, für die dieselben landesrechtlichen Vorgaben gelten. Auch dort ansässige Betriebe sind eine sinnvolle Anfrage wert.

Häufige Fragen

Wer ist für die Abbruchanzeige zuständig?

Die untere Bauaufsichtsbehörde, also je nach Status das Bauamt der Stadt oder des Landkreises. Sie erteilt auch die verbindliche Auskunft, welche Unterlagen beizufügen sind.

Muss vor dem Abriss auf Asbest geprüft werden?

Bei Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 besteht nach der Gefahrstoffverordnung ein grundsätzlicher Asbestverdacht. Als Veranlasser müssen Sie dem ausführenden Unternehmen zudem alle vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte übermitteln.

Ist der Keller im Abbruchpreis enthalten?

Häufig nicht. Der Fundament- und Kellerrückbau wird oft separat kalkuliert. Prüfen Sie ausdrücklich, ob Bodenplatte, Streifenfundamente und Kellersohle im Angebot stehen.

Wer trennt Strom, Gas und Wasser?

Das übernehmen die jeweiligen Netzbetreiber. Sie beantragen die Trennung, die Ausführung erfolgt durch den Versorger. Der Vorlauf beträgt oft mehrere Wochen und gehört an den Anfang der Terminplanung.

Was passiert mit dem Bauschutt?

Sortenreiner mineralischer Bauschutt wird zu Recycling-Baustoffen aufbereitet. Die zulässigen Einsatzbereiche regelt seit August 2023 die Ersatzbaustoffverordnung. Vermischtes Material muss aufwendig nachsortiert werden und kostet deutlich mehr.