Abbruchunternehmen in Stuttgart beauftragen
Kurz gesagt: Vergleichbar werden Angebote in Stuttgart erst mit einem Leistungsverzeichnis und einem Schadstoffkataster. Ohne beides vergleichen Sie Zahlen, die sich auf unterschiedliche Leistungen beziehen.
Für Abbruchvorhaben in Stuttgart gilt ein Zusammenspiel aus Landesbauordnung, Gewerbeabfallverordnung und Gefahrstoffverordnung. Diese Seite übersetzt das in konkrete Schritte.
In einer Stadt mit etwa 633.484 Einwohnern wie Stuttgart sind Entsorgungsanlagen in der Regel gut erreichbar. Das senkt die Transportkosten, die bei mehreren hundert Tonnen Material spürbar durchschlagen.
Stuttgart ist über Postleitzahlen 70173, 70174, 70176, Vorwahl 0711, Kfz-Kennzeichen S eindeutig zuzuordnen. Nennen Sie diese Daten bei der Angebotsanfrage mit.
Woran Sie einen geeigneten Betrieb erkennen
Steht im Angebot, wohin das Material geht und wer die Gebühren trägt? Wird nach Gewicht abgerechnet, gehören alle Wiegescheine zu Ihren Unterlagen.
Eine erreichbare Person für Rückfragen der Nachbarschaft verhindert, dass die erste Beschwerde direkt beim Ordnungsamt landet.
Trennung der Hausanschlüsse, Anzeigefrist, Sanierung, Abbruch: Lassen Sie sich die Kette mit Terminen geben, damit Verzögerungen sichtbar werden.
Der Fundamentrückbau wird häufig separat kalkuliert oder ganz vergessen. Prüfen Sie ausdrücklich, ob Bodenplatte und Kellersohle enthalten sind.
Wer ohne Ortstermin einen Festpreis nennt, kalkuliert entweder mit hohem Risikoaufschlag oder plant Nachträge ein. Ein seriöses Angebot folgt auf eine Begehung.
Abschläge nach Fortschritt und ein Einbehalt bis zur Übergabe aller Entsorgungsnachweise sind üblich und schützen beide Seiten.
Eine zusätzliche Materialprobe im Vorfeld kostet dreistellig. Ein Baustopp wegen unerwarteter Funde kostet schnell fünfstellig.
Verfahren im Überblick
Der zeitkritische Punkt liegt fast immer am Anfang: Die Netzbetreiber brauchen für die Trennung der Hausanschlüsse mehrere Wochen, und die Anzeigefrist läuft erst mit vollständigen Unterlagen. Beides sollte parallel starten.
Häufige Objekte und ihr Aufwand
| Objekt | Dauer | Kostenrahmen | Schadstoffrisiko |
|---|---|---|---|
| Scheune | 3 bis 8 Arbeitstage | 8.000 bis 30.000 Euro | mittel bis hoch |
| Brandruine | 1 bis 4 Wochen | projektbezogene Kalkulation | sehr hoch |
| Dachstuhl | 2 bis 5 Arbeitstage | 60 bis 150 Euro je Quadratmeter Dachfläche | sehr hoch bei Eindeckung vor 1993 |
| Stallgebäude | 1 bis 3 Wochen | 20.000 bis 70.000 Euro | mittel |
| Einfamilienhaus | 3 bis 10 Arbeitstage ohne Schadstoffsanierung | 15.000 bis 35.000 Euro | hoch bei Baujahr vor 1993 |
In Städten der Größe von Stuttgart liegen die Kubikmeterpreise wegen beengter Verhältnisse und aufwendigerer Verfahren eher am oberen Ende der üblichen Spanne. Dafür sind die Wege zu Entsorgungsanlagen kurz. Wer vergleichen möchte, fragt bei mehreren Betrieben mit denselben Unterlagen an. Nur so werden Angebote überhaupt vergleichbar. Preislisten einzelner Anbieter führen wir hier nicht.
Schadstoffe im Bestand
Nach der novellierten Gefahrstoffverordnung gilt für Gebäude mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 ein grundsätzlicher Asbestverdacht, solange das Gegenteil nicht belegt ist. Wer Arbeiten veranlasst, muss dem ausführenden Unternehmen alle vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte übermitteln. Das gilt ausdrücklich auch für private Haushalte. Eine Übersicht der relevanten Stoffe steht im Schadstoffbereich.
Anzeige, Genehmigung und Zuständigkeit
Für ein Abbruchvorhaben in Stuttgart ist die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) einschlägig, ergänzt um bundesrechtliche Vorgaben zu Abfall und Gefahrstoffen. Die verbindliche Auskunft für Ihr konkretes Vorhaben erteilt die untere Bauaufsichtsbehörde.
Verfahrensfreiheit nach der Bauordnung entbindet nicht von Denkmalschutz, Artenschutz und Gefahrstoffrecht. Diese Vorschriften gelten unabhängig davon, ob die Bauaufsicht beteiligt wird. Ausführlich steht das im Ratgeber zur Abbruchanzeige.
Orte in der Umgebung
Die folgenden Orte liegen in der Nähe von Stuttgart. Für die Angebotssuche ist das relevant, weil sich Einzugsgebiete von Abbruchbetrieben meist über mehrere Gemeinden erstrecken.
- Korntal-Münchingen
- Fellbach
- Ostfildern
- Gerlingen
- Kornwestheim
- Leinfelden-Echterdingen
- Ditzingen
- Esslingen am Neckar
- Kernen im Remstal
- Rommelshausen
Häufige Fragen
Wie finde ich einen geeigneten Betrieb?
Über Referenzen im passenden Objekttyp, den Nachweis der Betriebshaftpflicht und, bei Schadstoffen, die Sachkunde nach TRGS 519. Ein Ortstermin vor Angebotsabgabe ist das wichtigste Qualitätsmerkmal.
Was ist ein selektiver Rückbau?
Dabei wird das Gebäude in umgekehrter Reihenfolge seiner Errichtung zerlegt und jede Materialgruppe getrennt erfasst. Das senkt die Entsorgungskosten deutlich und ist bei größeren Vorhaben durch die Gewerbeabfallverordnung ohnehin vorgegeben.
Wer trennt Strom, Gas und Wasser?
Das übernehmen die jeweiligen Netzbetreiber. Sie beantragen die Trennung, die Ausführung erfolgt durch den Versorger. Der Vorlauf beträgt oft mehrere Wochen und gehört an den Anfang der Terminplanung.
Wer ist für die Abbruchanzeige zuständig?
Die untere Bauaufsichtsbehörde, also je nach Status das Bauamt der Stadt oder des Landkreises. Sie erteilt auch die verbindliche Auskunft, welche Unterlagen beizufügen sind.
Was kostet ein Hausabriss in Stuttgart?
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten meist zwischen 15.000 und 35.000 Euro, ohne Schadstoffsanierung und ohne Kellerrückbau. Verbindlich ist nur ein Angebot auf Grundlage einer Objektbesichtigung.