Abbruchunternehmen in Philippsburg beauftragen

Zusammengefasst: In Philippsburg richtet sich die Anzeige- oder Genehmigungspflicht nach der Landesbauordnung, die Entsorgung nach dem Abfallrecht des Bundes und der Umgang mit Schadstoffen nach der Gefahrstoffverordnung. Alle drei greifen ineinander.

Einwohner13.910
BundeslandBaden-Württemberg
PLZ76661
Vorwahl07256
KfzKA

Wenn in Philippsburg ein Gebäude weichen soll, entscheidet die Vorbereitung über Kosten und Termin. Diese Seite erklärt, was vor der ersten Anfrage geklärt sein sollte und wie sich Angebote vergleichen lassen.

Philippsburg hat rund 13.910 Einwohner. Zuständig für die Abbruchanzeige ist in aller Regel die Bauaufsicht des Landkreises, nicht die Gemeinde selbst.

Ortsdaten für die Anfrage: Postleitzahlen 76661, Vorwahl 07256, Kfz-Kennzeichen KA. Diese Angaben ersparen Rückfragen, wenn mehrere Orte denselben Namen tragen.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Verfüllung nicht vergessen

Nach dem Rückbau muss die Grube lagenweise verfüllt und verdichtet werden. Material, Einbau und Verdichtungsnachweis sind eigene Positionen.

Leistungsverzeichnis prüfen

Erst ein Verzeichnis mit Einzelpositionen und Mengen macht Angebote vergleichbar. Pauschalzahlen ohne Aufschlüsselung sagen nichts über den Umfang.

Auf Vollständigkeit der Anzeige achten

Fehlen Unterlagen, beginnt die Wartefrist nicht zu laufen. Klären Sie, wer die Abbruchanzeige einreicht und welche Nachweise beiliegen.

Regelung für Nachträge vereinbaren

Vereinbaren Sie schriftlich, dass Nachträge vor der Ausführung anzuzeigen und von Ihnen freizugeben sind. Sonst erfahren Sie von den Kosten erst zum Schluss.

Betriebshaftpflicht zeigen lassen

Schäden am Nachbargebäude und an Versorgungsleitungen sind das Hauptrisiko. Lassen Sie sich eine aktuelle Bestätigung mit Deckungssummen vorlegen.

Schrotterlöse ansprechen

Metall hat einen Wert. Bei Hallen und Gebäuden mit viel Stahl sollte im Angebot stehen, ob Erlöse gegengerechnet werden.

Praxis-Tipp

Lassen Sie sich die Wiegescheine aushändigen, bevor Sie die Schlussrechnung freigeben. Als Abfallerzeuger bleiben Sie in der Verantwortung.

Die gängigen Abbruchverfahren

Ein Abbruch läuft in festen Etappen ab. Am Anfang stehen Erkundung und Anzeige, dann folgen die Trennung der Versorgungsleitungen und die Sanierung belasteter Bauteile. Erst danach rückt schweres Gerät an.

Alle Verfahren im Überblick →

Objekttypen im Vergleich

ObjektDauerKostenrahmenSchadstoffrisiko
Bunkermehrere Wochen bis Monateprojektbezogene Kalkulationmittel
Innenwände1 bis 3 Arbeitstage je Wohnung30 bis 80 Euro je Quadratmetermittel
Scheune3 bis 8 Arbeitstage8.000 bis 30.000 Euromittel bis hoch
Brandruine1 bis 4 Wochenprojektbezogene Kalkulationsehr hoch
Dachstuhl2 bis 5 Arbeitstage60 bis 150 Euro je Quadratmeter Dachflächesehr hoch bei Eindeckung vor 1993

In einem Ort wie Philippsburg überwiegen freistehende Gebäude mit ausreichend Platz für Container. Das senkt die Ausführungskosten, während der Transport zur Entsorgungsanlage stärker zu Buche schlägt. Eine verbindliche Summe ergibt sich erst aus einem Angebot auf Grundlage einer Begehung. Angaben einzelner Betriebe veröffentlichen wir nicht, weil sie ohne Objektbezug nichts aussagen.

Belastete Materialien erkennen

Asbest ist nicht das einzige Thema. Alte Mineralwolle, teerhaltige Kleber, polychlorierte Biphenyle in Fugenmassen und behandeltes Altholz kommen je nach Baujahr hinzu. Die Erkundung erfasst sie gemeinsam. Eine Übersicht der relevanten Stoffe steht im Schadstoffbereich.

Was die Behörde von Ihnen verlangt

Für ein Abbruchvorhaben in Philippsburg ist die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) einschlägig, ergänzt um bundesrechtliche Vorgaben zu Abfall und Gefahrstoffen. Die verbindliche Auskunft für Ihr konkretes Vorhaben erteilt die untere Bauaufsichtsbehörde.

Wichtig dabei: Auch wenn die Bauaufsicht nicht beteiligt werden muss, bleiben denkmalrechtliche, artenschutzrechtliche und gefahrstoffrechtliche Pflichten bestehen. Ausführlich steht das im Ratgeber zur Abbruchanzeige.

In der Nähe

Rund um Philippsburg liegen weitere Gemeinden, für die dieselben landesrechtlichen Vorgaben gelten. Auch dort ansässige Betriebe sind eine sinnvolle Anfrage wert.

Häufige Fragen

Muss vor dem Abriss auf Asbest geprüft werden?

Bei Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 besteht nach der Gefahrstoffverordnung ein grundsätzlicher Asbestverdacht. Als Veranlasser müssen Sie dem ausführenden Unternehmen zudem alle vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte übermitteln.

Brauche ich in Philippsburg eine Genehmigung für den Abriss?

Das hängt von Gebäudeklasse, Höhe und Schutzvorschriften ab. In vielen Fällen genügt eine Abbruchanzeige bei der unteren Bauaufsichtsbehörde. Bei Denkmalschutz, Erhaltungssatzung oder Wohnraumschutz kann eine ausdrückliche Genehmigung nötig sein.

Wie finde ich einen geeigneten Betrieb?

Über Referenzen im passenden Objekttyp, den Nachweis der Betriebshaftpflicht und, bei Schadstoffen, die Sachkunde nach TRGS 519. Ein Ortstermin vor Angebotsabgabe ist das wichtigste Qualitätsmerkmal.

Was ist ein selektiver Rückbau?

Dabei wird das Gebäude in umgekehrter Reihenfolge seiner Errichtung zerlegt und jede Materialgruppe getrennt erfasst. Das senkt die Entsorgungskosten deutlich und ist bei größeren Vorhaben durch die Gewerbeabfallverordnung ohnehin vorgegeben.

Wer trennt Strom, Gas und Wasser?

Das übernehmen die jeweiligen Netzbetreiber. Sie beantragen die Trennung, die Ausführung erfolgt durch den Versorger. Der Vorlauf beträgt oft mehrere Wochen und gehört an den Anfang der Terminplanung.